Pharmakotherapie-Qualitätszirkel (PTQZ)
Mehr Sicherheit bei Verordnungen. Mehr Austausch auf Augenhöhe.
Pharmakotherapie-Qualitätszirkel unterstützen Hausärztinnen und Hausärzte dabei, Therapieentscheidungen strukturiert zu treffen, Erfahrungen zu teilen und Fortbildungsanforderungen in der HZV praxisnah zu erfüllen – und das unabhängig von Fortbildungen der Pharmaindustrie.
Jetzt teilnehmen, moderieren oder selbst einen Qualitätszirkel aufbauen.
Eine Übersicht von zertifizierten Moderatoren ist hier nach dem Login abrufbar.
PTQZ: Fortbildung, die wirklich im Praxisalltag ankommt
Neue Leitlinien, komplexe Medikationspläne und steigende Anforderungen an Wirtschaftlichkeit: Pharmakotherapie-Qualitätszirkel (PTQZ) helfen Hausärztinnen und Hausärzten, Therapieentscheidungen sicher zu treffen.
Der hausärztliche Alltag wird zunehmend anspruchsvoll. Immer mehr Patientinnen und Patienten sind multimorbid, Therapieempfehlungen ändern sich schnell und wirtschaftliche Aspekte spielen eine größere Rolle.
Pharmakotherapie-Qualitätszirkel (PTQZ) bieten hier einen geschützten Raum für strukturierten Austausch. In kleinen Gruppen diskutieren Hausärztinnen und Hausärzte typische Fragestellungen zur Arzneimitteltherapie, reflektieren eigene Verordnungsstrategien und entwickeln gemeinsam Lösungen.
Das Format ist bewusst kollegial angelegt: Moderiert, praxisnah und frei von kommerziellen Einflüssen. Gleichzeitig erfüllen Teilnehmende damit wichtige Fortbildungsanforderungen im Rahmen der hausarztzentrierten Versorgung (HZV).
PTQZ verbinden damit Pflicht und echten Nutzen für die Versorgung. Zudem erwarten die Teilnehmenden vier Fortbildungspunkte pro PTQZ, das bedeutet 16 im Jahr – und das kostenfrei.
Interesse an einem PTQZ in Ihrer Nähe?
Mehr Sicherheit bei Verordnungen – was PTQZ konkret bringen
Strukturierter Austausch, evidenzbasierte Empfehlungen und Erfahrungen aus der Praxis: PTQZ unterstützen Hausärztinnen und Hausärzte bei schwierigen Therapieentscheidungen.
Viele Therapieentscheidungen lassen sich nicht allein anhand von Leitlinien treffen. Multimorbidität, Polypharmazie und individuelle Lebenssituationen erfordern differenzierte Lösungen.
In Pharmakotherapie-Qualitätszirkeln werden solche Situationen gemeinsam besprochen. Teilnehmende vergleichen Strategien, diskutieren neue Erkenntnisse und reflektieren ihre eigene Versorgungspraxis.
Viele berichten, dass PTQZ ihnen helfen:
- mehr Sicherheit bei Verordnungen zu gewinnen
- wirtschaftliche Aspekte besser einzuschätzen
- neue Empfehlungen schneller umzusetzen
- von den Erfahrungen anderer zu profitieren
Darüber hinaus stärken die regelmäßigen Treffen das regionale Netzwerk – ein wichtiger Faktor angesichts steigender Arbeitsbelastung.
Möchten Sie teilnehmen?
So läuft ein PTQZ ab – Austausch auf Augenhöhe
Keine Frontalfortbildung, sondern strukturierte Diskussion: PTQZ setzen auf kollegialen Dialog und praxisnahe Fallarbeit.
Ein Pharmakotherapie-Qualitätszirkel dauert meist rund 90 Minuten und folgt einem klaren Ablauf. Nach einer kurzen Einführung durch die Moderation steht ein medizinisches Thema im Mittelpunkt.
Anhand von Fallbeispielen werden Therapieoptionen diskutiert, Leitlinien eingeordnet und praktische Strategien entwickelt. Ziel ist kein „richtig oder falsch“, sondern ein reflektierter Umgang mit komplexen Versorgungssituationen.
Wichtig ist der geschützte Rahmen: PTQZ sind unabhängig von kommerziellen Interessen und ermöglichen offene Diskussionen.
Am Ende nehmen viele Teilnehmende konkrete Impulse mit – etwa zur Optimierung von Medikationsplänen oder zur strukturierten Therapieüberprüfung.
Sie möchten einen PTQZ kennenlernen?
PTQZ moderieren – eine Aufgabe mit Wirkung
Moderatorinnen und Moderatoren gestalten Fortbildung aktiv mit – fachlich, organisatorisch und kollegial.
Pharmakotherapie-Qualitätszirkel leben vom Engagement qualifizierter Moderatorinnen und Moderatoren. Sie strukturieren Diskussionen, bringen Themen auf den Punkt und sorgen dafür, dass der Austausch praxisnah bleibt.
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Qualitätszirkel-Moderatorenausbildung. Darauf aufbauend bietet der Hausärztinnen- und Hausärzteverband eine spezifische Qualifizierung für PTQZ an.
Die Moderation bringt vielfältige Vorteile:
- fachliche Weiterentwicklung
- zusätzliche Vergütung
- Ausbau von Moderationskompetenzen
- stärkere Vernetzung in der hausärztlichen Community
Viele erleben die Rolle als besonders bereichernd – weil sie aktiv zur Versorgungsqualität beitragen.
Interesse an der Moderatorenausbildung?
Qualitätszirkel gründen – Fortbildung selbst gestalten
Mit qualifizierter Moderation und engagierten Kolleginnen und Kollegen lassen sich Qualitätszirkel gut aufbauen – mit Unterstützung durch KV und Verband.
Wer einen Qualitätszirkel gründet, schafft eine nachhaltige Struktur für Fortbildung und Austausch vor Ort. Voraussetzung ist eine Moderatorenausbildung sowie eine feste Gruppe interessierter Teilnehmender.
Nach Anerkennung durch die Landesärztekammer werden vier CME-Punkte vergeben. Zudem fördert die KVH den Moderator/die Moderatorin und gegebenenfalls auch eine/n Referenten/eine Referentin.
Für Pharmakotherapie-Qualitätszirkel kommt eine zusätzliche Unterstützung durch den Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen (HÄVH) hinzu – nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell: Der HÄVH übernimmt einen Teil der Bewirtungskosten.
Engagement lohnt sich damit doppelt: für die eigene Praxis und für die regionale Versorgung.
Sie überlegen, einen PTQZ zu gründen?
Pharmakotherapie-Qualitätszirkel (PTQZ) – Fragen & Antworten
Pharmakotherapie-Qualitätszirkel sind ein zentraler Bestandteil strukturierter Fortbildung in der hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Viele Hausärztinnen und Hausärzte haben Fragen zu Ablauf, Nutzen oder Moderation. Hier finden Sie Antworten auf typische Fragen aus dem Praxisalltag – und weiter unten alle wichtigen Informationen zu Organisation, Anerkennung und Förderung
Wenn Sie an der HZV teilnehmen, ist die regelmäßige Teilnahme an Pharmakotherapie-Qualitätszirkeln an vier PTQZ im Jahr vertraglich vorgesehen.
Viele Hausärztinnen und Hausärzte erleben die Termine jedoch nicht als „Pflichtveranstaltung“, sondern als hilfreiche Möglichkeit, schwierige Therapieentscheidungen gemeinsam zu reflektieren und neue Impulse für den Praxisalltag mitzunehmen.
PTQZ unterscheiden sich bewusst von klassischen Fortbildungen.
Statt Frontalvorträgen stehen in der Regel Fallbesprechungen, Erfahrungsaustausch und konkrete Fragestellungen aus der Versorgung im Mittelpunkt. Ziel ist es, evidenzbasierte Empfehlungen gemeinsam zu diskutieren und auf die eigene Praxis zu übertragen.
Eine Sitzung dauert in der Regel rund 90 Minuten.
Hinzu kommt gegebenenfalls Anfahrtszeit, aber es gibt auch Online-PTQZ. Viele Teilnehmende berichten, dass sich dieser zeitliche Einsatz lohnt, weil sie dadurch mehr Sicherheit bei Verordnungen gewinnen und Therapieentscheidungen strukturierter treffen können.
Typische Rückmeldungen aus Qualitätszirkeln sind:
- mehr Sicherheit bei komplexen Medikationssituationen
- bessere Einschätzung wirtschaftlicher Aspekte
- schnellerer Transfer neuer Empfehlungen in den Praxisalltag
- wertvoller kollegialer Austausch
- Gerade in Zeiten hoher Arbeitsbelastung wird dieser Austausch oft als entlastend erlebt.
Die Moderation eines Pharmakotherapie-Qualitätszirkels erfordert zunächst eine entsprechende Qualifizierung.
Im laufenden Betrieb besteht die Aufgabe vor allem darin, Termine festzulegen, die Sitzung zu strukturieren und ein kurzes Protokoll zu schreiben. Viele Moderatorinnen und Moderatoren berichten, dass sich der organisatorische Aufwand gut in den Praxisalltag integrieren lässt.
Übrigens: Die Hausärztliche Servicegesellschaft Hessen mbH bildet Sie zum Pharmakotherapie-Qualitätszirkelmoderator/in (PTQZ-Moderator/in) für den Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen e. V. aus, Kontakt
Für moderierte Qualitätszirkel gewährt die KVH nach Einreichung des Protokolls eine Aufwandsentschädigung gewährt.
Bei Pharmakotherapie-Qualitätszirkeln besteht zusätzlich die Möglichkeit einer weiteren Vergütung sowie zusätzliche Unterstützung bei Bewirtungskosten über den Hausärztinnen- und Hausärzteverband.
Ja. Mit einer Moderatorenausbildung und einer festen Gruppe interessierter Kolleginnen und Kollegen lassen sich Qualitätszirkel gut etablieren. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband sowie die Kassenärztliche Vereinigung unterstützen bei den notwendigen Schritten.
Grundsätzlich können Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten teilnehmen.
Für Hausärztinnen und Hausärzte in der HZV ist die Teilnahme an PTQZ Bestandteil der vertraglichen Qualitätssicherung.
Ein Qualitätszirkel sollte mindestens fünf Teilnehmende umfassen.
In der Regel liegt die maximale Gruppengröße bei 20 Personen, in begründeten Ausnahmefällen kann sie höher sein.
Für eine Anerkennung und Förderung müssen in der Regel mindestens vier Sitzungen pro Kalenderjahr stattfinden.
Eine Sitzung dauert mindestens 90 Minuten.
Ja. Für eine Sitzung von etwa 90 Minuten werden in der Regel vier CME-Punkte vergeben. Maßgeblich ist die Zertifizierung durch die Landesärztekammer Hessen.
Voraussetzung ist eine anerkannte Moderatorenausbildung.
Für Pharmakotherapie-Qualitätszirkel ist zusätzlich eine spezifische Qualifizierung erforderlich, die der Hausärztinnen- und Hausärzteverband anbietet.
Die Hausärztliche Servicegesellschaft Hessen mbH bildet Sie zum Pharmakotherapie-Qualitätszirkelmoderator/in (PTQZ-Moderator/in) für den Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen e. V. aus, Kontakt
Für jede Sitzung muss ein kurzes Protokoll erstellt und fristgerecht digital eingereicht werden.
Nur vollständig dokumentierte Sitzungen können für Förderung und CME-Punkte berücksichtigt werden.
Für anerkannte Qualitätszirkel gewährt die KVH nach Eingang des Protokolls in der Regel eine Aufwandsentschädigung für die Moderation.
Für PTQZ bestehen zusätzliche Fördermöglichkeiten über den Hausärztinnen- und Hausärzteverband.
Termine der Pharmakotherapie-Zirkel
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Das Fortbildungsteam des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen unterstützt Sie gerne.