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Fixkostendegression soll entfallen: Gemeinsam etwas erreicht

Berlin / Hattersheim, 1.10.2026 - Union und SPD haben sich darauf verständigt, die Fixkostendegression für Hausarztpraxen wieder zu streichen. Für den Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen ist das eine wichtige Korrektur – und ein Erfolg des gemeinsamen Einsatzes vieler Hausärztinnen und Hausärzte, Praxisteams sowie Patientinnen und Patienten. Wir sagen Danke für Ihre Unterstützung und zeigen, wie es zu dieser Kehrtwende kam.

Die Fixkostendegression soll wieder aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz herausgenommen werden. Union und SPD haben sich auf die Streichung für Haus- und Kinderarztpraxen sowie für die Hausarztzentrierte Versorgung verständigt. Ein entsprechender Regelungsvorschlag des Bundesgesundheitsministeriums liegt vor; das parlamentarische Verfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Für den Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen ist die angekündigte Streichung eine wichtige Korrektur. Der Verband hatte sich von Anfang an gegen die Fixkostendegression ausgesprochen.

„Wer zusätzliche Patientinnen und Patienten versorgt, darf dafür nicht bestraft werden“, sagt Christian Sommerbrodt, 1. Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen.

Frühzeitig gegen die Fixkostendegression eingesetzt

Die Delegiertenversammlung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen hatte bereits im April die Fixkostendegression und die Begrenzung der HZV-Vergütung kritisiert. Im Mai wandte sich der Vorstand an die hessische Gesundheitsministerin, die Staatssekretärin und die Fraktionen im Landtag und forderte ausdrücklich die Streichung der Fixkostendegression in der HZV. Auch der Gesundheitsausschuss des Bundesrates empfahl später, die entsprechende Regelung zu streichen.

Mit der gemeinsamen Kampagne „Hausarztpraxen retten!“ von Bundes- und Landesverbänden wurde das Thema schließlich aus den politischen Gremien direkt in die Praxen getragen. Über die Kampagne beteiligten sich auch zahlreiche Hausärztinnen und Hausärzte, Praxisteams sowie Patientinnen und Patienten.

„Das war Versorgung, die sich zu Wort meldet“

Viele Praxisteams haben Abgeordnete angeschrieben, Informationsmaterial ausgelegt und ihren Patientinnen und Patienten erklärt, welche Folgen die Regelung für die Versorgung haben könnte. Auch Patientinnen und Patienten wandten sich mit ihren Erfahrungen an ihre Wahlkreisabgeordneten. „Das war kein Verbandslobbying, das war Versorgung, die sich zu Wort meldet“, sagt Sommerbrodt.

Dafür dankt der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen allen Beteiligten ausdrücklich. Denn neben einem vollen Praxisalltag Fragen zu beantworten, Material auszulegen und sich zusätzlich berufspolitisch einzubringen, kostet Zeit. „Diese Zeit hat sich gelohnt“, betont Sommerbrodt.

Noch ist die Änderung nicht endgültig Gesetz. Die Koalitionsfraktionen haben sich auf die Streichung verständigt, umgesetzt werden soll sie im Rahmen der Notfallreform.

Der Verband wird das parlamentarische Verfahren deshalb weiter genau begleiten. Schon jetzt zeigt sich jedoch: Eine starke gemeinsame hausärztliche Stimme wird gehört.

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