„Hausärztinnen- und Hausärzte sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems“
Ministerin Diana Stolz zu Gast beim Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen
Frankfurt a. M., 18.5.2025 - Unter dem Motto „Das Hausarztprogramm – die beste Wahl“ informieren die Hausärztinnen- und Hausärzteverbände in diesen Tagen bundesweit Patientinnen und Patienten, Öffentlichkeit und Politik über die Vorteile der hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Der Landesverband Hessen empfing die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz im Anschluss an die Delegiertenversammlung auf dem 17. Hausärztinnen- und Hausärztetag am Wochenende in Frankfurt.
„Hausärztinnen und Hausärzte sind viel mehr als nur Anlaufstellen bei akuten Erkrankungen – sie sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems. Sie begleiten ihre Patientinnen und Patienten oft über Jahre, manchmal sogar Generationen hinweg, und bieten eine vertrauensvolle, kontinuierliche Versorgung“, betonte Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) in ihrer Rede und bekräftigte: „Eine solch zuverlässige Anlaufstelle ist gerade im ländlichen Raum wichtig. Deswegen öffnen wir von Seiten der Landesregierung über eine Landarztquote den Weg ins Medizinstudium, damit mehr Menschen sich für die Allgemeinmedizin entscheiden.“
Mehr Steuerung in der ambulanten Versorgung zwingend notwendig
„In den kommenden Jahren werden wir mit immer weniger Ressourcen immer mehr – und immer ältere Patientinnen und Patienten zu versorgen haben. Eine gigantische Herausforderung – auch mit Blick auf die Milliardendefizite, mit denen die gesetzlichen Krankenkassen zu kämpfen haben“, so Christian Sommerbrodt, erster Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen (HAEVH). „Angesichts der schwierigen Lage ist mehr Steuerung in der ambulanten Versorgung zwingend notwendig“, so Sommerbrodt. „Wer das Ziel hat, eine effiziente und qualitativ gute Patientensteuerung möglichst schnell und möglichst flächendeckend umzusetzen, der sollte auf die HZV setzen“, betonte der Hausarzt aus Wiesbaden.
„Mit der HZV besteht schon seit 17 Jahren ein etabliertes Primärarztsystem, wie es der Koalitionsvertrag jetzt vorsieht“, so Sommerbrodt. „Wissenschaftliche Evaluationen zeigen, dass durch die HZV die Qualität sowie die Effizienz der Versorgung verbessert werden können“, sagte der erste Vorsitzende des HAEVH. Bundesweit nehmen inzwischen mehr als zehn Millionen Patientinnen und Patienten an der HVZ teil. In Hessen sind es 750.000 Menschen, das sind über 13% der gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten.
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