Pakt für Gesundheit: Hausärzteverband Hessen mit am runden Tisch
Eine „hochwertige und flächendeckende Gesundheitsversorgung“ zu gewährleisten, das ist das erklärte Ziel der Akteure, die sich auf Einladung der hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz zu einem „Pakt für Gesundheit Hessen“ zusammengeschlossen haben. Mit dabei: Der Hausärzteverband Hessen.
Wiesbaden, 9. Juli. „Wir freuen uns, dass wir als Hausärzteverband Hessen zu den Akteuren im Pakt für Gesundheit Hessen gehören, denn die aktuellen und kommenden Herausforderungen im Gesundheitswesen können nur gemeinsam und sektorenübergreifend gelöst werden“, sagt Christian Sommerbrodt. „Natürlich liegt unser Fokus innerhalb des Paktes darauf, die wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung durch Hausärztinnen und Hausärzte zu stärken und zukunftsfest zu machen“, betont der erste Vorsitzende des Hausärzteverbandes Hessen e. V. „Wir werden in diesem Gremium die Interessen unserer Patientinnen und Patienten vertreten“, so Sommerbrodt.
Stolz: „Offene Gesprächskultur auf Augenhöhe“
Die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz hatte alle relevanten Akteure des Gesundheitswesens am 8. Juli zur konstituierenden Sitzung des „Pakts für Gesundheit“ eingeladen, um ein kompetentes Gremium zu schaffen, das die anstehenden Aufgaben gemeinsam anpackt. Das Ziel: weiterhin eine zukunftsfeste, qualitativ hochwertige und flächendeckende Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können. Im Anschluss an die Sitzung betonte Stolz die „konstruktive und offene Gesprächskultur auf Augenhöhe“. „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass alle relevanten Akteure des Gesundheitswesens das gemeinsame Vorgehen auch wirklich wollen“, sagte die hessische Gesundheitsministerin.
Gesundheitsministerin Diana Stolz und die Partner des Paktes für Gesundheit (Copyright Freiraum HMFG)
In der Sitzung standen Themen wie die Patientenversorgung und -steuerung, der Fachkräftebedarf sowie die Kinder- und Jugendmedizin auf der Tagesordnung. Als größte Herausforderungen wurden die Alterung der Gesellschaft, eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems und der Fachkräftebedarf benannt. In einer Absichtserklärung hat sich das Gremium verbindlich miteinander darauf verständigt, mit dem Pakt eine Austausch- und Dialogplattform zu etablieren, um gemeinsam die zahlreichen wichtigen und komplexen Gesundheitsthemen zu diskutieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln. „Dabei werden auch Prävention und Gesundheitsförderung in den Blick genommen und die Digitalisierung ergänzend immer mitgedacht und deren Möglichkeiten als Brückenbauerin in die Konzepte und Lösungen miteinfließen“, erläuterte Stolz.
Veränderung mit Herausforderungen verbunden
Abschließend betonte die Gesundheitsministerin, dass es ein „weiter so“ nicht geben könne: „Vieles wird sich ändern und ich weiß, dass dies die Menschen auch verunsichert. Die Veränderungen werden an vielen Stellen mit einer verbesserten Qualität einhergehen. Dennoch ist Veränderung immer mit Herausforderungen verbunden. Die Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass wir uns weiterhin mit Nachdruck für eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung in Hessen einsetzen werden.“
Die Paktpartner
Die Absichtserklärung haben neben dem Hausärzteverband Hessen folgende Paktpartner unterzeichnet: die Hessische Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, die Landesärztekammer Hessen, der Verband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, die Psychotherapeutenkammer Hessen, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, die Landeszahnärztekammer Hessen, die Kassenzahnärztliche Vereinigung, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Apothekerverband, die AOK Hessen, die Barmer, die Techniker Krankenkasse, der Verband der Ersatzkassen, die IKK classic, der BKK Landesverband Süd, die Knappschaft Bahn See, DAK Gesundheit, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege und die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung.