Zugang zur Reha - digital und unkompliziert? RehaPro SERVE-Studie
Chronische Erkrankungen zählen zu den häufigsten und gesundheitsökonomisch bedeutsamsten Problemen in Deutschland. Sie beeinflussen maßgeblich die Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit sowie die Mortalität der Betroffenen. Dem Bereich der Rehabilitation kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Förderprogramm „RehaPro“ gestartet.
Das Institut für Allgemeinmedizin der Philipps-Universität Marburg nimmt mit der Studie „RehaPro-SERVE“ an diesem Modellvorhaben teil. Derzeit wird nach Wegen gesucht, den Zugang zur Reha unkomplizierter und schneller zu gestalten. In einer randomisierten, kontrollierten Studie (RCT) wird untersucht, ob durch ein digitales Fall-Management und die daraus initiierten, zeitnahen und individuell angepassten Maßnahmen langfristig Erwerbsunfähigkeiten aus gesundheitlichen Gründen verringert werden können. Hierzu hinterlassen Hausärztinnen und Hausärzte eine Fallbeschreibung ihrer Patientinnen und Patienten auf einer online Plattform. Anschließend wird in einem Team aus Rehabilitationsmedizinern, Sozialarbeitern und ggf. Arbeitsagenturen/Job Centern eine zügige, individuelle Rehabilitationsmaßnahme vorgeschlagen und die Antragstellung eingeleitet.