Demenz erkennen, begleiten, versorgen:
Was Hausärztinnen und Hausärzte wissen müssen
Hattersheim / Mainz / Wiehl - Demenzversorgung ist Teamarbeit – und beginnt in der Hausarztpraxis. Mit Blick darauf bieten die Hausärztinnen- und Hausärzteverbände Rheinland-Pfalz und Hessen in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie (DAGPP) eine Online-Fortbildungsreihe rund um das Thema Demenzerkrankungen an. Dazu gehört auch eine Fortbildung für MFA und VERAH.
Vor Demenz haben ältere Menschen mehr Angst als vor jeder anderen Erkrankung. Schon erste Anzeichen wie Vergesslichkeit oder Veränderungen im Verhalten setzen die Betroffenen unter chronischen Stress, der das Fortschreiten der Demenz noch beschleunigen kann. Auch Angehörige sind oft stark belastet – emotional und organisatorisch ebenso wie gesundheitlich.
Die hausärztliche Praxis ist für viele die erste Anlaufstelle und spielt damit eine Schlüsselrolle. Denn eine frühzeitige Diagnose öffnet ein wertvolles Zeitfenster für Beratung, bedarfsgerechte Unterstützung aber auch für präventive Maßnahmen, die die Lebensqualität erhalten und die Versorgung im häuslichen Umfeld weiterhin ermöglichen können.
Demenzversorgung ist Teamarbeit – und beginnt in der Hausarztpraxis
Die praxisorientierte Fortbildungsreihe der Hausärztinnen- und Hausärzteverbände Rheinland-Pfalz und Hessen in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie (DAGPP) vermittelt Hausärztinnen, Hausärzten sowie Praxisteams, welche Präventions-, Diagnose-, Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten es gibt. Die insgesamt vier Online-Veranstaltungen richten den Fokus anhand konkreter Fallbeispiele auf:
- frühzeitige Diagnostik im hausärztlichen Setting,
- psychosoziale und medizinische Therapieoptionen,
- sinnvolle präventive Maßnahmen (sekundär & tertiär),
- Abrechnungsmöglichkeiten (EBM, HZV),
- neue Alzheimer-Therapien (Lecanemab wurde am 15. April von der EU zugelassen): realistische Einschätzung statt Wunschdenken.
Besonderes Augenmerk legen die Fortbildungen auf die psychosozialen Aspekte der Versorgung, bei denen Medizinische Fachangestellte (MFA) und VERAH eine tragende Rolle spielen können. Auch für diese Berufsgruppen wird eine Fortbildung angeboten.
Programm und Anmeldung